Handwerk

Cultivinos Weine lassen ihre Herkunft eindeutig erkennen. Im Idealfall stammen sie aus Weingärten, die nicht auf Monokultur beruhen. Die Biodiversität im Rebbau hilft, ein stabiles Ökosystem zu schaffen und vermindert so auf natürliche Weise die Gefahr von Krankheiten, so dass auf den Einsatz von Chemie weitgehend verzichtet werden kann. Auch wird der Wasserhaushalt eines solchen Weingartens positiv beeinflusst. Hier wachsen Reben, die in der Konkurrenz mit Nützlingen tiefer wurzeln, und es gedeihen Trauben, die die Beschaffenheit der Böden zum Ausdruck bringen. In solchen Biotopen können sich die natürlichen Hefen optimal entwickeln, und sie prägen im weiteren Verlauf der Weinbereitung durch eine langsame, spontane Gärung den ureigenen Geschmack des Weins – den Geschmack des echten Terroir Weins.

Zeichnen wir das Bild unseres idealen Weingartens weiter, so liegt dieser im Grenzgebiet des Weinbaus. Dort wo Reben um ihre Existenz kämpfen müssen und Temperaturunterschiede hoch sind, werden Mineralität und raffinierte Aro men im Wein begünstigt. Der Weingarten ist von einem uralten Weinland umgeben, da wo die Tradition seit jeher hochgehalten wird und die Winzer auf überlieferte Erkenntnisse zurückgreifen können. Cultivinos Winzer teilen dieses gezeichnete Ideal und suchen, sensibilisiert für ihre Umgebung und bestens vertraut mit den besonderen Eigenschaften ihres Reblandes, einen eigenen gangbaren Weg.

Mit grösstem Vergnügen begleiten wir beispielsweise den Prozess des jungen Winzers Markus Ruch und erwarten mit Vorfreude jeden seiner neu en Weine. Sein erklärtes Ziel ist es herauszufinden, wie sein Weingebiet, das Klettgau im Kanton Schaffhausen, wirklich schmeckt. Mit unverminderter Begeisterung verfolgen wir weiterhin die Weine des jung gebliebenen Altmeisters Georg Fromm, der auch nach vielen Ernten in Malans und Neuseeland nicht müde wird, sich zu hinterfragen. Vermehrt lässt er Erkenntnisse aus dem Studium der Biodynamik in seinen Weinbau einfliessen.

 

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